KÖRPEREIGENES SCHUTZSCHILD – WIE FUNKTIONIERT UNSER IMMUNSYSTEM?

November 12, 2018

KÖRPEREIGENES SCHUTZSCHILD – WIE FUNKTIONIERT UNSER IMMUNSYSTEM?  

Wer kennt es nicht? Der Wecker klingelt dich morgens aus dem Tiefschlaf, die Augen kaum offen quälst Du dich aus dem Bett – gerade jetzt, wo es draußen nass, grau und kalt ist, möchte man eigentlich viel lieber im Bett liegen bleiben. Noch kurz unter die Dusche gehüpft, während der Kaffee in der Küche bereits kocht und der Blick auf die Uhr verrät Dir, dass Du mal wieder viel zu spät dran bist.  

Du schnappst Dir deine Tasche, ziehst Dir deine Jacke über und denkst vielleicht gerade noch beim Schließen der Türe an den kuschlig warmen Winterschal. Es war mal wieder keine Zeit heute Morgen, die Haare richtig trocken zu föhnen – die Frauen unter uns kennen das besonders gut. Die Mütze hast Du in der Eile vergessen und deine Jacke konntest Du, vollbepackt wie Du warst, gar nicht mehr richtig schließen. Und schon ist es passiert – ja, es kann schneller gehen als man denkt bei diesem Wetter zu dieser Jahreszeit – Dich hat es erwischt – die Nase läuft, der Hals kratzt – du steuerst geradewegs auf eine Erkältung zu.  

Manch einen scheint es schneller, den anderen langsamer zu erwischen. Gerade jetzt in der Übergangszeit sieht man den ein oder anderen durchaus schon in der dicken Daunenjacke fest eingepackt mit Mütze, Schal und Handschuhen, während andere im leichten Pulli oder mittags gar noch im T-Shirt draußen sind. Letzteren scheint die Kälte so schnell nichts auszumachen und auch krank werden sie trotz leichterer Bekleidung nicht. Während selbst dicke Jacken und Wollmützen bei anderen eine Erkältung nicht abhalten können.  

DOCH WARUM IST DAS SO? WARUM ERWISCHT ES MANCHE SOFORT? UND WARUM BLEIBEN ANDERE VON EINEM SCHNUPFEN ODER EINER HARTNÄCKIGEN GRIPPE VERSCHONT?

Das Vitamin B6 kommt vor allem in Linsen und Hülsenfrüchten vor, Vitamin B1 hingegen eher in Avocados.
Das Vitamin B6 kommt vor allem in Linsen und Hülsenfrüchten vor, Vitamin B1 hingegen eher in Avocados.

Grund dafür ist ein gutes Immunsystem. Doch was heißt das? Was kennzeichnet ein „gutes“ und was ein „schlechtes“ oder ein „weniger starkes“ Immunsystem? Und wie funktioniert es überhaupt?

Grob verallgemeinert handelt es sich bei unserem IMMUNSYSTEM um eine Art Schutzschild oder Abwehrmechanismus, welcher unseren Körper vor Feinden und das sind in diesem Fall verschiedenste Bakterien, Viren, Pilze oder ähnliches, schützt.  

DOCH GANZ SO EINFACH WIE DAS JETZT KLINGEN MAG, IST ES DANN LEIDER DOCH NICHT!  
GANZ IM GEGENTEIL – DAS IMMUNSYSTEM IST EIN SEHR KOMPLEXES NETZWERK, DAS SICH AUS VERSCHIEDENEN ORGANEN, GEFÄSSSYSTEMEN, LYMPHBAHNEN, ABER AUCH AUS EINZELNEN MOLEKÜLEN UND ZELLTYPEN ZUSAMMENSETZT.  

Im Grunde läuft unser Immunsystem in drei Stufen ab:  

Unsere Haut bildet dabei zusammen mit den Schleimhäuten in Mund und Nase sowie mit den Milliarden von Flimmerhärchen (auch: Zilien) in der Nase die erste Hürde, welche bereits viele Bakterien und Viren davon abhält, in unseren Körper einzudringen. Der pH-Wert unserer Haut ist leicht säuerlich und hält dadurch wie ein großes Schutzschild erste Keime und Krankheitserreger von außen ab. Chemische Stoffe wie die Säure des Hautmantels oder der Schleim in Mund und Nase unterbinden die Ansammlung von Bakterien und Viren. Neben den chemischen Stoffen spielt auch die Bewegung der Flimmerhärchen in den oberen Atemwegen eine wichtige Rolle. Durch ihr „Flimmern“ verhindern auch sie das Festsetzen von Krankheitserregern.  

Sollten es die fiesen Erreger trotz der äußeren Schutzbarrieren und chemischen Hürden in unserem Körper schaffen, warten dort Millionen von fleißigen Helferchen der inneren Schutzpatrouille unseres Körpers. Jetzt greift die sogenannte natürliche Abwehr. Hierbei werden spezielle Eiweiße und Abwehrzellen von chemischen Botenstoffen an den Einsatzort gerufen, an dem sie gebraucht werden.  Sogenannte Fresszellen (Phagozyten) vernichten – wie ihr Name schon verrät – ohne Rücksicht die Eindringlinge. Da diese erste Verteidigungslinie in den Körper eingedrungene Bakterien, Pilze und Viren sehr undifferenziert angreift und einfach „auffrisst“, spricht man hier auch von der unspezifischen Abwehr. Diese wiederum gehört zur angeborenen Immunabwehr, die i.d.R. bei jedem Menschen von Geburt an besteht.  

Auf dieser Stufe werden zwar schon viele Krankheitserreger ausgeschalten, jedoch gelingt es zahlreichen Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten dennoch auch diese Abwehrstufe zu überwinden.  

Und genau jetzt greift die dritte Stufe unseres körpereigenen Abwehrsystems – die sogenannte intelligente Immunabwehr. Auf dieser Ebene des Immunsystems werden Eindringlinge, die nicht einfach wahllos von den unspezifischen Fresszellen vernichtet werden konnten, analysiert und dann von spezialisierten Abwehrzellen angegriffen. Deshalb sprechen wir hier auch von der spezifischen Immunabwehr.  

Zuerst einmal zu den chemischen Botenstoffen (auch Mediatoren genannt), welche die Abwehrzellen überhaupt erst an die richtige Stelle im Körper rufen. Zu ebendiesen zählen hormonähnliche Substanzen und diverse Proteine wie beispielsweise  Zytokine, welche Wachstum sowie Differenzierung der Zellen regulieren.  

Viel interessanter und auch um einiges komplexer sind die verschiedenen Typen an Abwehrzellen, die unseren Körper unermüdlich verteidigen. Von den weißen Blutkörperchen sollte zumindest in der Schule jeder von uns schon mal etwas gehört haben. Auch bekannt sind sie unter dem Begriff „Leukozyten“ –, der vielleicht nicht jedem geläufig ist. Gebildet werden sie allesamt in unserem Knochenmark, dort wo unsere Stammzellen entstehen. Aus genau diesen Stammzellen entwickeln sich unsere Leukozyten. Später reifen sie in der Milz, den Mandeln, im Knochenmark, dem Thymus oder in den Lymphknoten zu verschiedenen Zelltypen heran. Diese Immunorgane fungieren wie eine Art „Schule“ für die Leukozyten. Im Wesentlichen kann eine Unterteilung der weißen Blutkörperchen / Leukozyten in drei Hauptgruppen, welche jeweils mehrere Untergruppen besitzen, vorgenommen werden. Da gibt’s es zum einen diverse Immunzellen, zum anderen verschiedene Granulozyten und zu guter Letzt noch eine ganze Reihe von Lymphozyten.  

Rote Blutkörperchen im Blutkreislauf des Menschen

Zu den IMMUNZELLEN gehören die Monozyten, die nichts anderes sind als ein Vorläufer der Makrophagen im Blut. Makrophagen wiederum sind große Fresszellen in unserem Gewebe und in der Lymphflüssigkeit, die erste Erreger vernichten. Außerdem zählen auch noch die so genannten Mastzellen sowie die antigenpräsentierenden Zellen (kurz: APZ) zur Gruppe der Immunzellen. Die Mastzellen sind an allergischen Reaktionen zum Schutz vor schlimmeren Auswirkungen von Eindringlingen im Körper beteiligt und letztere – also die antigenpräsentierenden Zellen – präsentieren Antigene und lösen somit eine Immunantwort aus.  

Die GRANULOZYTEN lassen sich in neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten gliedern. Erstere sind nichts anders als kleine Phagozyten, welche Bakterien, Viren und Pilze im Blut fressen, mittlere wehren Parasiten ab und letztere unterstützen bei der Parasitenabwehr und sind zusätzlich Auslöser allergischer Reaktionen sowie von  Entzündungsreaktionen  und Juckreiz.  

Die Gruppe der LYMPHOZYTEN lässt sich nochmal in mehrere Untergruppen aufteilen. Und zwar in die Gruppe der B-Zellen, in die der T-Zellen sowie in die der Killerzellen. Jede dieser Untergruppen setzt sich selbst nochmal aus mehreren Zelltypen zusammen. Zu den sogenannten B-Zellen gehören B-Lymphozyten, Plasmazellen und B-Gedächtniszellen. Na klingelt es bei dem ein oder anderen auch? Schon mal gehört? Bestimmt – aber bringen wir mal Licht ins Dunkel. B-Lymphozyten sind – parallel zu den Monozyten und Makrophagen von oben – wieder die Vorläufer der Plasmazellen im Blut. Die Plasmazellen selbst produzieren wichtige und spezielle Antikörper. Und wie der Name schon vermuten lässt, bilden die besonders langlebigen B-Gedächtniszellen eine Art „Antigengedächtnis“, damit der Körper bei erneutem Kontakt mit gleichartigen Krankheitserregern bereits  vorbereitet ist.  

Zur Gruppe der T-Zellen gesellen sich T-Helferzellen, T-Gedächtniszellen, T-Killerzellen sowie regulatorische T-Zellen. T-Helferzellen erkennen erste Antigene im Körper und aktivieren Plasma- und Killerzellen, damit die Abwehrreaktionen im Körper schnellstmöglich starten können. T-Gedächtniszellen sind, wie die B-Gedächtniszellen auch, sehr langlebig und bilden ein Gedächtnis für spezielle Antigene. T-Killerzellen zerstören infizierte, von Viren befallene Körperzellen und vernichten hartnäckige Tumorzellen. Die regulatorischen T-Zellen bremsen dann die Immunantwort und hemmen andere B- sowie T-Zellen. Und worum kümmern sich die Killerzellen? Auch sie zerstören Tumorzellen und von Viren befallene, körpereigene Zellen.  

EXKURS ZU DEN ANTIGENEN:

Er ist nun oft gefallen der Begriff der „Antigene“ – doch was genau ist das überhaupt? Was sind Antigene?

Antigene kennzeichnen sich durch andersartige Oberflächen und veränderte Strukturen, die dem Körper fremdartig und unbekannt vorkommen. Diese Merkmale treten bei Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten, also bei allerlei Krankheitserregern, aber auch bei fehlerhaften körpereigenen Zellen auf. Die fremdartigen Oberflächenstrukturen lösen im Körper eine Immun-/Abwehrreaktion aus. Die menschliche Erbsubstanz legt fest, welche Antigene auf den körpereigenen Zellen zu finden sind. Körperfremde Zellen werden sofort erkannt und als Reaktion bildet das körpereigene Schutzschild – unser Immunsystem – Antikörper, um diese zu bekämpfen. Antikörper, auch Immunglobuline genannt, sind vom Körper produzierte Eiweißstoffe. Diese können an Fremdkörper andocken und sie zerstören.  

DOCH NUN BLEIBT IMMER NOCH EINE FRAGE ZU KLÄREN – WARUM FUNKTIONIERT UNSER IMMUNSYSTEM DENN NUN BEI MANCHEN BESSER UND BEI ANDEREN WENIGER GUT?

‍Sport und Bewegung an der frischen Luft sind ebenso wichtig für dein Immunsystem wie eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf.

Damit unser Abwehrsystem richtig und schnell funktionieren kann, braucht der Körper viele verschiedene Vitamine sowie Nähr- und Mineralstoffe. Auch der Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle. Sport und Bewegung stärken die Immunabwehr ebenso wie eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Wer häufig krank ist, sollte sich ballaststoffreich und von viel Obst und Gemüse, wie Brokkoli, Karotten, Kohl und Knoblauch ernähren. Ebenso stärken Tomaten, Spinat, Nüsse, Trauben, Beeren und Zitrusfrüchte das körpereigene Abwehrsystem besonders. Ein Spaziergang an der frischen Luft und in der Sonne fördert die Vitamin D-Bildung  des Körpers. Auch viel Trinken ist wichtig! Empfehlenswert sind zwei bis drei Liter Flüssigkeit – natürlich am besten Wasser – täglich. Wer also den ganzen Tag nur auf dem Sofa sitzt und sich länger eher ungesund und von Fertigprodukten ernährt, der darf sich nicht wundern, wenn das Immunsystem aufgrund der Unterversorgung mit wichtigen  Nährstoffen sowie aufgrund  mangelnder Bewegung oder wegen fehlenden Ausdauersports, schneller und häufiger schwächelt. Abgesehen von angeboren Krankheiten sind wir nämlich von Geburt an alle mit dem gleichen Immunsystem ausgestattet. Es kommt eben drauf an, was Du daraus machst, wie sorgfältig Du auf deinen Körper achtest und ob und wie Du ihn unterstützt. Rauchen, Alkohol, Stress und viele ähnliche Laster und Faktoren schwächen das Immunsystem natürlich. Ausreichend Schlaf, mindestens einmal die Woche Sport und eine halbwegs ausgewogene Ernährung genügen schon, um das Immunsystem zu stärken und Dich und deinen Körper gesund und munter durch die kalte Jahreszeit zu bekommen.  

ERSTAUNLICH, WIE VIELE AUFGABEN UNSER IMMUNSYSTEM HAT UND WAS UNSER KÖRPEREIGENES SCHUTZSCHILD / ABWEHRSYSTEM RUND UM DIE UHR SO ALLES LEISTET – ODER ETWA NICHT?!

Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Du willst dein Immunsystem gerade jetzt unterstützen, wenn der Winter vor der Tür steht und man nicht mehr jeden Tag stundenlang draußen sein möchte, da man sich in die graue, nasse Kälte Tag für Tag aufs Neue nach draußen quälen muss? Kein Problem – Wir haben in unserem Sortiment gleich drei tolle Produkte von DIVANA, welche die natürlichen und normalen Funktionen deines Immunsystems unterstützen. Wichtig für unser Immunsystem sind, wie wir oben gehört haben, vor allem B-Vitamine wie auch  Vitamin C.  

Teste einfach DIVANA NATURAL VITAMIN C, ALL B-VITAMINS sowie unser BLACK CUMIN OIL. All unsere Produkte findest Du hier.  

Dein

Team von DIVANA

Allgemeine Quellennachweise:  

-Dr. Glaser, H.: Wie das Immunsystem funktioniert! In https://www.navigator-medizin.de/immunsystem_abwehrkraft/wie-das-immunsystem-funktioniert/abwehrzellen-antikoerper-a-co/703-woraus-besteht-unser-immunsystem.html, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:00 Uhr

-Schwaches Immunsystem: Ursachen und Symptome! In  

https://www.contramutan.de/schwaches-immunsystem-ursachen-und-symptome.html, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:01 Uhr

-Biedermann, T. et al.: Allergologie. Springer, Berlin/Heidelberg, 2017

-Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Aktionsplan Allergien – Allergieportal. In https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/SchwangerschaftBaby/_Texte/Allergieportal_Abschlussbeitrag.html, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:03 Uhr

-Darsow, U.; Raap, U.: Allergologie kompakt. Dustri-Verlag, München-Deisenhofen, 2016

-Mißfeldt, M.: Leukozyten (weiße Blutkörperchen). In https://www.blutwert.net/leukozyten/, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:07 Uhr

-o.V.: Abwehrzellen. In http://www.medizinfo.de/immunsystem/abwehr/abwehrzellen.htm, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:08 Uhr

-Deutsch Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP), Deutsche Lungenstiftung e.V.: Die Schleimhaut der Atemwege. In https://www.lungenaerzte-im-netz.de/unsere-atemwege/aufbau/die-schleimhaut-der-atemwege/, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:09 Uhr

-Menche, N.: Biologie Anatomie Physiologie, München, Urban & Fischer/Elsevier, 2012

-Pschyrembel, W.: Klinisches Wörterbuch, Berlin, De Gruyter, 2014

-Schmidt R.; Lang F.; Heckmann M.: Physiologie des Menschen mit Pathophysiologie, Heidelberg, Springer, 2011

-DM Drogeriemarkt Deutschland: DM erklärt: Wie funktioniert das Immunsystem? In https://www.youtube.com/watch?v=thPlGwgEyMw, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:12 Uhr  

-Zentrum der Gesundheit: Immunsystem-Wächter der Gesundheit. In:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/immunsystem.html, aktualisiert am 20.08.2017, letzter Abruf am 08.11.2018 um 15:06 Uhr