VITAMIN E – WELCHE AUFGABEN ÜBERNIMMT DIESER NÄHRSTOFF?

December 3, 2018

VITAMIN E – EIN ESSENTIELLER NÄHRSTOFF MIT BESONDEREN AUFGABEN

Vitamine und Gesundheit gehören doch irgendwie für viele zusammen. Mit den Vorteilen von Vitamin C, den Funktionen und dem Vorkommen der verschiedenen B-Vitamine  oder warum Du beispielsweise das eher unbekanntere Vitamin P, besser bekannt als OPC Traubenkernextrakt unbedingt kennen solltest und vielem mehr haben wir uns bereits in den letzten Wochen auf unserem Blog auseinander gesetzt.

Und diese Woche wollen wir uns mal einem neuen Vitamin widmen – dem heimlichen Star auf unzähligen Creme-Tiegeln, gleichzeitig aber auch einer sinnvollen Nahrungsergänzung, einem Nährstoff mit ganz besonderen Aufgaben – oder kurz gesagt: dem VITAMIN E.

ABER WAS IST VITAMINE EIGENTLICH GENAU? WAS BEWIRKT ES IN UNSEREM KÖRPER? WIESO BRAUCHEN WIR VITAMIN E? UND VIELES MEHR...

Vitamin E ist die Bezeichnung für eine Gruppe verschiedener organischer Substanzen, die sich alle in ihrer chemischen Grundstruktur ähneln. Die natürlicherweise vorkommenden acht Vitamin E-wirksamen Verbindungen unterscheiden sich vor allem in ihrer biologischen Aktivität. Die am häufigsten vorkommende Vitamin E-Variante ist gleichzeitig die mit der höchsten Aktivität und wird als RRR-α-Tocopherol bezeichnet.

Die Wirksamkeit der verschiedenen Verbindungen wurde früher über Internationale Einheiten (I.E.) ausgedrückt. Heute werden die unterschiedlichen Aktivitäten der verschiedenen Vitamin E-Verbindungen mit Hilfe so genannter Tocopherol-Äquivalente (TÄ) angegeben, zu deren Standardisierung entsprechende Umrechnungsfaktoren verwendet werden. 

WO FINDEST DU BESONDERS VIEL VITAMIN E?

Pflanzliche Öle wie z.B. Olivenöl enthalten besonders viel Vitamin E
Pflanzliche Öle wie z.B. Olivenöl enthalten besonders viel Vitamin E

Die verschiedenen Vitamin E-Vertreter werden ausschließlich von Pflanzen gebildet. Gute Vitamin E-Quellen sind vor allem Öle aus Früchten (Olivenöl) und Samen (Weizenkeimöl), aber auch Nüsse und Vollkorngetreide tragen zur Vitamin E-Versorgung bei.

WELCHE WICHTIGEN FUNKTIONEN ÜBERNIMMT VITAMIN E?

Vitamin E-Verbindungen besitzen zahlreiche Funktionen im Stoffwechsel. Im Vordergrund stehen jedoch deren antioxidativen Eigenschaften. Besonders oxidationsempfindliche Membranen von Körperzellen können mit Hilfe von Vitamin E vor oxidativen Schäden geschützt werden. Vitamin E fängt dabei Substanzen mit zellzerstörerischer Wirkung so genannte freie Radikale ab – wird dabei allerdings selbst „verbraucht“.

Freie Radikale kann man sich als äußerst reaktionsfreudige Substanzen vorstellen. Sie treten nicht nur mit der Oberfläche von Körperzellen in Kontakt. Sie sind oft auch in der Lage, in Zellen einzudringen und irreparable Schäden beispielsweise am Zellkern zu verursachen. Als Antioxidans trägt Vitamin E dazu bei, diese Abläufe zu unterbrechen oder zu verzögern und damit indirekt das körpereigene Immunsystem zu unterstützen.

Unser Körper ist ständigen Belastungen durch freie Radikale aus der Umwelt ausgesetzt. Umweltgifte, Verkehrsabgase oder beispielsweise auch Schadstoffe aus Zigaretten hinterlassen entsprechende Spuren. Auch schlechte Ernährungsgewohnheiten, Alkohol oder Überlastung im Alltag konfrontieren unsere Körperzellen mit oxidativem Stress. Und darüber hinaus füllen wir mit jedem Atemzug unsere Lungen mit lebenswichtigem Sauerstoff. Damit beginnt auch innerhalb des Körpers eine Kette von Oxidationsprozessen, an deren Ende freie Radikale stehen.

Antioxidative Substanzen hingegen tragen dazu bei, Körperzellen zu schützen, indem sie freie Radikale neutralisieren und somit deren zellschädigender Wirkung entgegentreten. Ausgehend von der Wortbedeutung „anti-oxidativ“ sind damit Eigenschaften eines Nährstoffs wie Vitamin E gemeint, die Zellen gegenüber den negativen Einflüssen durch oxidativen Stress unterstützen.

Auch Vollkornprodukte sind ein guter Vitamin E-Lieferant
Auch Vollkornprodukte sind ein guter Vitamin E-Lieferan

UND WARUM VITAMIN E ERGÄNZEN?

Die Versorgung mit Antioxidantien kann jedoch, in Abhängigkeit der individuellen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, unzureichend sein. Darüber hinaus sind die Nährstoffgehalte nicht nur in industriell gefertigten Nahrungsmitteln rückläufig. Dies trägt trotz eines nie zuvor dagewesenen Nahrungsangebots zu einer verschlechterten Versorgungssituation mit lebenswichtigen Nährstoffen, wie zum Beispiel Vitamin E, bei. Der Tagesbedarf von Vitamin E liegt bei männlichen Erwachsenen ab 15 Jahren bei ca. 14 mg RRR-α-Tocopherol, beim weiblichen Pendant bei 12 mg. Schwangere haben einen erhöhtenTagesbedarf von 13 mg RRR-α-Tocopherol, Stillende sogar von 17mg.

UND WIE ERKENNST DU JETZT, OB EIN PRODUKT VITAMIN E ENTHÄLT ODER NICHT?

Diese Frage klingt auf den ersten Blick eventuell etwas banal. „Ist doch ganz klar – ich schaue einfach auf die Rückseite der Verpackung und lese die Inhaltsstoffe auf dem Etikett.“ – Richtig, prinzipiell ist dem nichts hinzuzufügen. DOCH AUFGEPASST! – Vitamin E heißt leider nicht immer „Vitamin E“ – das wäre sonst ja auch zu einfach.

Auf folgende Begriffe musst Du in der Zutaten-Liste achten, wenn Du Vitamin E findest möchtest: Tocopherol, Tocopherol Acetate, Tocotrienolen, L-α-Tocopherylacetat, α-Tocopherol, etc.– eine Gemeinsamkeit haben alle dieser Begrifflichkeiten: die Vorsilbe „Toco“ – und daran erkennst Du dann auch Derivate in der Liste der Inhaltsstoffe.

UND ZUM SCHLUSS GUTE NACHRICHTEN – VON DIVANA GIBT´S GLEICH ZWEI PRODUKTE, DIE VITAMIN E ENTHALTEN

Sowohl unser OMEGA 3 FISCHÖL, das wir euch bereits letzte Woche auf unserem Blog vorgestellt haben, als auch unser BLACK CUMIN OIL enthalten zusätzliches Vitamin E.

Unser DIVANA OMEGA 3 enthält ebenso wie das BLACK CUMIN OIL wertvolles Vitamin E
Unser DIVANA OMEGA 3 enthält ebenso wie das BLACK CUMIN OIL wertvolles Vitamin E

VORSCHAU

Und was BLACK CUMIN (deutsch: Schwarzkümmel) alles kann, das und vieles mehr erfährst Du nächste Woche auf unserem Blog.

 

Dein

DIVANA-Team

-Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, NutzbareGewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen, Thieme Verlag Stuttgart,New York, 5. Auflage, 1992

-Gröber, U.: Orthomolekulare Medizin,Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2. Aufl., 2002, S. 98ff

-Hahn A. et al.: Physiologische Grundlagen,Prävention, Therapie, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart,2005

-Hollman, P.C., et al: Bioavailability and health effects of dietary flavonols in maArchToxicol Suppl 20: 237-48 (1998)

-Ritter, C.: Heimische Nahrungspflanzen alsHeilmittel, AT Verlag, Aarau, München, 2013 

-Weisburger, J.H.: Nutritionalapproach to cancer prevention with emphasis on vitamins, antioxidants andcarotenoids. American Journal of Clinical Nutrition, 1991,226-37 

-Agata: Vitamin E – Tocopherole in der Hautpflege. In http://www.magi-mania.de/vitamin-e/, letzter Abruf am 29.11.2018 um 18:22 Uhr

-DeutscheGesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): Vitamin E (Tocopherole). In https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-e/, letzterAbruf am 29.11.2018 um 18:28 Uhr