WARUM SCHLAF SO WICHTIG IST UND WIE DU KÜNFTIG BESSER SCHLÄFST!

February 25, 2019

SCHLAFEN IST WICHTIG FÜR EIN GESUNDES LEBEN!

Wir haben es letzte Woche in unserem Blogartikel mit Tipps rund um ein gesünderes Leben bereits angekündigt – und wie versprochen, gibt es diese Woche einen ausführlichen Blogbeitrag zum Thema Schlaf! Warum ist Schlaf so wichtig für Dich und deinen Körper? Wie lange solltest Du täglich schlafen? Und außerdem liefern wir Dir mal wieder wertvolle und praktische Tipps, die Dich in Zukunft besser schlafen lassen.

Jeder kennt es – je später der Abend wird, desto schwerer werden die Augen. Wir können uns kaum mehr auf unser Gegenüber, das Buch in der Hand oder den Film im TV konzentrieren. Immer öfter müssen wir nun gähnen und werden von Minute zu Minute müder. All das sind Signale, die uns unser Körper sendet, um uns zu zeigen, dass wir ins Bett gehören – dass er Schlaf braucht unser Körper.

DOCH WARUM IST DAS SO? WARUM BRAUCHEN WIR DEN SCHLAF? WAS PASSIERT MIT UND IN UNSEREM KÖRPER, WENN WIR SCHLAFEN?

‍Schlafen gehört neben Essen und Trinken zu den menschlichen Grundbedürfnissen und dient der Erholung und Regeneration des Körpers.

Neben Essen und Trinken gehört auch der Schlaf zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Wenn wir schlafen, wird unser Organismus in einen Zustand der Ruhe und Entspannung versetzt, der dem menschlichen Körper zur Erholung und Regeneration dient.

Bei gesunden Menschen verändern sich während des Schlafens viele Lebenszeichen, die für unseren Wachzustand üblich sind. Die Augen werden geschlossen, unsere Atemfrequenz, der Puls sowie unser Blutdruck sinken. Auch die Körpertemperatur nimmt minimal ab. Unsere Gehirnaktivitäten verändern sich und unsere Sinne werden heruntergefahren. Während wir schlafen nehmen wir in der Regel nur noch wenig bis gar nichts mehr wahr. Doch in diesem passiven Zustand laufen unzählige dynamische und höchst komplexe Prozesse in unserem Körper ab.  

Unser körpereigenes Immun-/Abwehrsystem kann sich im Schlaf regenerieren und für kommende Krankheitserreger bestens wappnen.  

Außerdem verarbeitet unser Gehirn während wir schlafen in Träumen all die positiven wie auch negativen Eindrücke, die wir im Laufe des Tages erlebt haben. Auch wenn wir uns oft am nächsten Morgen nicht mehr an unsere Träume erinnern können, haben wir so das Erlebte doch besser verarbeiten können. Neben den Erlebnissen des Tages verarbeitet unser Gehirn nachts auch all die unzähligen Informationen, die im Laufe eines Tages auf uns einprasseln. Dadurch verbessert sich unser Gedächtnis. Erhaltene Informationen werden in den Regionen unseres Gehirns gespeichert, die für das Langzeitgedächtnis zuständig sind, damit wir uns auch in vielen Jahren noch daran erinnern können.  

Unsere Muskulatur kann im Schlaf entspannen. Der Körper kann sich somit erholen und Stress abbauen. Außerdem regeneriert sich im Schlaf auch unser Hormonhaushalt. Hormone sind wichtige Wirkstoffe, die unser Körper selbst produziert und die dann den Stoffwechsel beeinflussen und steuern. Im Schlaf werden viele Hormone gebildet und freigesetzt, welche die verschiedensten Aufgaben und Funktionen in unserem Körper übernehmen. Beispielswiese werden Hormone ausgeschüttet, die für unser Wachstum oder bestimmte Immunreaktionen besonders wichtig sind.  

Ein normaler Schlaf-Wach-Rhythmus eines gesunden Menschen richtet sich grundsätzlich nach dem Wechsel von Tag und Nacht. Demnach werden wir also abends, wenn es dunkel ist, müde und morgens, wenn es wieder hell wird, wach.  

DIE VERSCHIEDENEN PHASEN DES SCHLAFS

‍Finger weg von koffeinhaltigen Getränken vor dem Schlafen, denn sie stören unser Einschlafen sowie einen gesunden Schlafrhythmus

Unser Schlaf gliedert sich allerdings in vier verschiedene Phasen – die Einschlafphase, den Leichtschlaf, die Tiefschlafphase sowie die sogenannte REM-Phase.  

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei der Einschlafphase, um das Stadium, in dem wir immer müder und unser Organismus immer ruhiger und entspannter wird. Puls, Atemfrequenz und Blutdruck verlangsamen sich mehr und mehr bis unsere Augen irgendwann ganz zu fallen. Unser Schlaf ist in dieser Phase allerdings noch recht oberflächlich. Bereits kleinste Geräusche oder Störungen können uns in der Einschlafphase wieder aufwecken.  

Danach verfallen wir in die Leichtschlafphase. Muskulatur und Organismus sind in dieser Phase bereits so entspannt, dass sich unser Bewusstsein, unsere Wahrnehmung, also unsere Sinne nahezu vollständig abschalten.  

In der Tiefschlafphase ist die Erholung und Regeneration für unseren Körper am größten. In diesem Stadium sind wir nur schwer zu wecken. Sollte dies allerdings trotzdem einmal der Fall sein, kehrt unser Bewusstsein nur sehr langsam zurück.  

Die REM-Phase (englisch: rapid eye movement) ist durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet. In dieser Zeit träumen wir, daher wird dieses Stadium oft auch als Traumphase bezeichnet. Der REM-Schlaf kann sich mehrmals pro Nacht wiederholen.  

UND WIE VIELE STUNDEN SOLLTEST DU NUN SCHLAFEN?

Der Schlafbedarf ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich und von mehreren Faktoren abhängig. Verschiedene Ärzte und Experten empfehlen allerdings zwischen 6 und 8 Stunden Schlaf täglich bei Erwachsenen ab 18 Jahren. Kleinkinder und Jugendliche brauchen meistens noch etwas mehr Schlaf.  

Zu wenig Schlaf kann Körper und Geist aus dem Gleichgewicht bringen und schwerwiegende Folgen auf die Gesundheit haben. Oft reichen schon 24 Stunden ohne Schlaf, um Konzentrationsschwächen, eingeschränkte Reaktionsfähigkeit oder eine verringerte Produktivität hervorzurufen. Aber nicht nur geistig und psychisch, sondern auch optisch macht sich zu wenig Schlaf schnell bemerkbar. Unsere Haut beispielsweise altert viel schneller – Augenlider hängen und dunkle Augenringe bilden sich.  

SCHLAF IST ALSO WICHTIG – DAHER HABEN WIR PRAKTISCHE TIPPS FÜR EINEN BESSEREN SCHLAF FÜR DICH!

‍Die richtige Einrichtung des Schlafzimmers, dein Kopfkissen oder auch die Matratze beeinflussen deinen Schlaf.

Finger weg von Koffein nach 17:00 Uhr

Koffein sorgt zwar dafür, dass wir uns wieder fitter und wacher fühlen, da es unser Nervensystem stimuliert und unsere Atemfrequenz steigert, allerdings beeinflusst es einen gesunden Schlafrhythmus negativ. Daher solltest Du vor allem abends auf koffeinhaltige Getränke verzichten.

Optimale Einrichtung des Schlafzimmers

Grundsätzlich sollte dein Schlafzimmer eine Ruheoase für Dich und deinen Körper sein. D.h. andere, störende Aktivitäten wie fernsehen oder arbeiten sollten aus deinem Schlafzimmer weitgehend verbannt werden.  

Dein Kopfkissen sollte bequem sein. Du solltest morgens also nicht mit Verspannungen im Nackenbereich aufwachen – ansonsten das Kopfkissen einfach mal wechseln.

Auch für die Suche nach der für Dich passenden Matratze solltest Du dir genügend Zeit nehmen, denn sie Spiel den entscheidenden Faktor für einen gesunden und tiefen Schlaf.

Frische Luft

Dieser Tipp ist wirklich ganz einfach umzusetzen. Vor dem Schlafen gehen solltest Du dein Schlafzimmer noch einmal gut durchlüften, dann schläft es sich direkt viel besser. Nutze zum Beispiel die Zeit während des Zähneputzens zum Lüften. Auch heizen solltest Du nachts vermeiden. Ein zu warmes Zimmer führt nicht nur zu einem schlechten, leichten Schlaf, sondern die trockene Raumluft verursacht zudem auch ein unangenehmes Kratzen im Hals.  

Schlafrituale einführen

Gewöhne Dir ein Ritual an, dass Du abends bevor Du zu Bett gehst schnell und leicht durchführen kannst. Den individuellen Bedürfnissen sind hier keine Grenzen gesetzt. Für die einen ist es eine Tasse warme Milch mit Honig, für andere sind es zehn tiefe und ganz bewusste Atemzüge, für manche ist es das Lesen im Buch – probiere verschiedene Sachen aus und finde dein optimales Schlafritual.  

Aber Achtung: Das Spielen mit dem Smartphone, das Surfen im Internet oder der Zeitvertreib auf Social Media sollte nicht zu deinem Schlafritual werden, denn das helle, blaue Licht von elektronischen Bildschirmen, wie die deines Handys, Tablets oder Laptops hindern uns, laut diversen Studien, richtig müde zu werden.  

Wir wünschen Dir mit unseren Tipps künftig viele, entspannten Schlafstunden.

Dein Team von DIVANA

Allgemeine Quellennachweise:

-ZDF: Wichtiger Schlaf. In https://www.zdf.de/kinder/logo/warum-wir-schlafen-muessen-108.html, letzter Abruf am 14.02.2019 um 10:20 Uhr

-Mikula, T.: Schlafphasen erklärt: Das passiert nachts mit Ihrem Körper. In https://schlafwissen.com/schlafphasen/, aktualisiert am 21.05.2018, letzter Abruf am 14.02.2019 um 10:22 Uhr

-Blank-Koppenleitner, A.: Schlafstörungen: Warum Schlaf so wichtig ist. In https://www.apotheken-umschau.de/Schlafstoerungen/Schlafstoerungen-Warum-Schlaf-so-wichtig-ist-55476_2.html, aktualisiert am 04.04.2018, letzter Abruf am 14.02.2019 um 11:01 Uhr  

-Kahle, C.: Schlafphasen im Überblick. In https://www.meine-gesundheit.de/ratgeber/schlaf/schlafphasen, aktualisiert am 04.12.2017, letzter Abruf am 14.02.2019 um 11:21 Uhr

-Kerschner, B.: Stört blaues Licht den Schlaf? In https://www.medizin-transparent.at/schlaflos-durch-blaues-licht, aktualisiert am 27.07.2017, letzter Abruf am 14.02.2019 um 12:05 Uhr

-Wurtman, R.: Physiology and available preparations of melatonin. In Martin KA (ed.). UpToDate. In www.uptodate.com/contents/physiology-and-available-preparations-of-melatonin, letzter Abruf am 14.02.2019 um 12:09 Uhr

-Heidenberger, B.: Schlafstörungen? 15 Tipps für einen besseren Schlaf. In https://www.zeitblueten.com/news/schlafstoerungen/, letzter Abruf am 14.02.2019 um 12:11 Uhr

-Wrede, J.; Will, C.: Was ist die optimale Schlafdauer? In https://somnishop.com/schlaf-die-optimale-schlafdauer/, aktualisiert am 30.06.2017, letzter Abruf am 14.02.2019 um 13:01 Uhr

-Weeß, G.; Stuck, B.; Schlarb, A.; Schredl, M.: Praxis der Schlafmedizin, 2017, Springer, Heidelberg

-Weeß, G.: Schlaf wirkt Wunder, 2018, Droemer HC, München

-Lecturio: Schlaf – Medizinisches Fachwissen. In https://www.lecturio.de/magazin/schlaf/, aktualisiert am 01.02.2017, letzter Abruf am 14.02.2019 um 13:32 Uhr

-Gesundheit.aktuell: Warum Schlaf so wichtig ist? In https://www.gesundheit-aktuell.de/artikel/warum-schlaf-so-wichtig-ist.html, letzter Abruf am 14.02.2019 um 12:20 Uhr

-Stangls, W.: Der Schlaf-Grundlagen, Arbeitsblätter (2012). In  http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SCHLAF/, letzter Abruf am 14.02.2019 um 12:56 Uhr

-Zeit Online: Ohne Schlaf würde unser Gehirn wohl platzen. In http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2010-10/schlaf-gehirn-gedaechtnis/seite-3, letzter Abruf am 14.02.2019 um 12:45 Uhr

-Fokus Online Schule: Im Schlaf prägt sich Nützliches ein. In http://www.focus.de/schule/lernen/forschung/hirnforschung-im-schlaf-praegt-sich-nuetzliches-ein_aid_595795.html, letzter Abruf am 14.02.2019 um 13:07 Uhr

-Neuronation: Warum Schlaf so wichtig ist. In https://www.neuronation.de/science/warum-schlaf-so-wichtig-ist, letzter Abruf am 14.02.2019 um 13:10 Uhr