WAS SIND EIGENTLICH BALLASTSTOFFE UND WOFÜR SIND SIE GUT? - TEIL 1

January 30, 2019

WELCHE BEDEUTUNG HABEN BALLASTSTOFFE EIGENTLICH IN DER MENSCHLICHEN ERNÄHRUNG?

Ballaststoffe sind kohlenhydrathaltige Verbindungen.

Ballaststoffe – gehört haben wir es alle schon oft. Ob sie nun gut sindfür den menschlichen Körper oder nicht, ob wir sie also essen sollen oder ob wir sie besser in unserer Ernährung vermeiden – all dies sind Fragen, die uns in Verbindung mit Ballaststoffen oft beschäftigen. Den meisten fehlt dann doch der genaue Durchblick oder das nötige Hintergrundwissen.

Und genau deshalb klären wir diese und nächste Woche auf unserem Blog alle Mysterien, Fragezeichen und Fakten rund ums Thema Ballaststoffe auf.

 

WAS SIND BALLASTSTOFFE?

Zur Gruppe der Ballaststoffe gehören zahlreiche kohlenhydrathaltige Verbindungen. Diese sind als strukturgebende Bestandteile vor allem im Pflanzenreich weit verbreitet. Zu den bekanntesten Vertretern der Gruppe der Ballaststoffe zählen Cellulose, Glucaneoder auch der Holzstoff Lignin.

 

Ballaststoffe sind vor allem für deine Verdauung wichtig. Dein Darm brauch sie also dringend, denn sie haben eine positive Wirkung auf ihn.

Ballaststoffe haben vor allem auf deine Verdauung eine positive Wirkung.

Unsermenschlicher Verdauungstrakt kann Ballaststoffe gar nicht oder nur teilweise spalten. Ballaststoffe sind zwar u. a. auch aus den bekannten Einfachzuckern wie Trauben- und Fruchtzucker aufgebaut. Aber im Gegensatz zum handelsüblichen Haushaltszucker, der sich recht leicht und schnell in unserem Verdauungstrakt spalten lässt, sind Ballaststoffe aufgrund spezieller Bindungen zwischen den einzelnen Bausteinen für menschliche Verdauungsenzyme nahezu unangreifbar. Da sie im Dünndarm nur zu einem geringen Teil oder gar nicht verdaut werden können, unterliegen sie einer späteren Umwandlung durch die im Dickdarm angesiedelte Flora.

 

SIND BALLASTSTOFFE DENN NUN WIRKLICH „BALLAST“ FÜR UNSEREN KÖRPER? ODER WAS HAT ES MIT DER BEZEICHNUNG AUF SICH?

 

Der Begriff „Ballast“ ist in diesem Zusammenhangleicht missverständlich. Die Bezeichnung bezieht sich dabei lediglich auf die schlechte Verdaulichkeit praktisch aller Ballaststoffe. Ballaststoffe sind allerdings, ganz im Gegenteil zur negativ belasteten Bezeichnung, äußerst wertvolle Nahrungsbestandteile. Sie besitzen eine große Bedeutung im Rahmen der menschlichen Ernährung und nehmen Einfluss auf unterschiedlichste Stoffwechselvorgänge. Gerade wegen ihrer vielfältigen Bedeutung findet zunehmend auch im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff „Nahrungsfasern“ Verwendung - in Anlehnung an die in der Medizin heute gebräuchliche englische Bezeichnung „dietary fiber“.

 

WIEVIELE BALLASTSTOFFE TÄGLICH SIND GESUND?

 

Von Fachgesellschaften für Ernährung wie beispielsweise der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird eine tägliche Zufuhr von mindestens 30g Ballaststoffen empfohlen. Reinrechnerisch ergibt sich daraus eine Ballaststoffdichtevon etwa 15g bezogen auf 1.000 Nahrungskalorien.

ACHTUNGBEI ZUCKERKRANKEN: Empfehlungen zur Vorbeugung oder auch Behandlung einer übergewichtsbedingten Zuckerkrankheit sieht sogar eine regelmäßige Ballaststoffzufuhr von mindestens 40g am Tag vor.

 

 

VOLLKORN,VIEL OBST UND GEMÜSE SOWIE HÜLSENFRÜCHTEN

Neben Vollkornprodukten sind vor allem Hülsenfrüchte und Obst sehr ballaststoffreich.

Empfohlen wird etwa die Hälfte der Ballaststoffe über Vollkorngetreideprodukte, die andere Hälfte vor allem über Gemüse oder auch Hülsenfrüchte sowie Obst zu sich zu nehmen. Untersuchungen zeigen jedoch, dass 70 bis 75 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland deutlich unter der genannten Empfehlung liegen, täglich mindestens 30g Ballaststoffe zu sich zu nehmen.

 

Nun weißt Du bereits, was Ballaststoffe sind, wo sie vorkommen und wie viel Du täglich von ihnen über die Nahrung zu Dirnehmen solltest. Und nächste Woche werden wir dann tiefer in die positive Wirkung von Ballaststoffen auf unseren Organismus einsteigen. Schau also wieder auf unserem Blog vorbei und bleibe informiert.

 

 

Dein Team von DIVANA

AllgemeineQuellennachweise:

 

-Anderson, JWet al.: Cholesterol-lowering effects of psyllium intake adjunctive to diettherapy in men and women with hypercholesterolemia: meta analysis of 8controlled trials

Am J Clin Nutr 71, 2000, p. 472-47

 

-Biesalski, Konrad et al.: Taschenatlas der Ernährung, ThiemeVerlag KG, Stuttgart

 

-Biesalski, Konrad et al.: Ernährungsmedizin: Nach demCurriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer und der DGE, Thieme VerlagKG, Stuttgart

 

-Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), (Hrsg.): DieNährstoffe - Bausteine für Ihre Gesundheit, Bonn, www.dge.de

 

-Gröber, U.: Orthomolekulare Medizin, Wissenschaftliche VerlagsgesellschaftmbH, 2. Auflage, Stuttgart, 2002

 

-Groh, C., Hunzicker, F.: Biologische Krebsmedizin, Verlag pvc, 1.Auflage, CH-Sargans, 2009

 

-Heseker, H., Stahl-Pehe, A.: Ballaststoffe (Nahrungsfasern) - Physiologie,Funktionen, Vorkommen, Referenzwerte und Versorgung in Deutschland, ErnährungsUmschau 10/14, M550-M555

 

-Högl, C.: Ihr Darmliebt Ballaststoffe: In 5 Schritten zum ballaststoffreicheren Leben. In https://www.lavita.de/blog/ballaststoffe/,aktualisiert am 27.12.2017, letzter Abruf am 29.01.2019 um 13:29 Uhr

 

-Mehner, K.: Was sindBallaststoffe? In https://www.gesundheit.de/wissen/haetten-sie-es-gewusst/ernaehrung/was-sind-ballaststoffe,aktualisiert am 25.09.2018, letzter Abruf am 29.01.2019 um 13:32 Uhr